Streckensegelflug

Unterwegs in den Alpen

Beim Streckenflug geht es darum, eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Die Flugrouten und zu nutzenden Aufwinde müssen vom Pilot während des gesamten Fluges aktiv ausgewählt werden, was hohe Anforderungen an Konzentration und Ausdauer stellt. Der Flugweg und die Fluggeschwindigkeit werden ständig unter Beachtung der Thermikqualität und der Windverhältnisse analysiert und optimiert. In Abhängigkeit von der Wetterlage und von den Fähigkeiten des Piloten können an einem Tag 300 km, 500 km oder sogar über 1000 km mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von weit über 100 km/h zurückgelegt werden. Von Ansbach aus sind Streckenflüge auf die Schwäbische Alb, den Schwarzwald, den Thüringer oder Bayerischen Wald bis nach Österreich möglich.

In der Vereinsrangliste im OLC (Online-Contest) liegt der Aeroclub Ansbach regelmäßig unter den besten 100 Mannschaften in Deutschland und unter den 20 besten Mannschaften in Bayern mit ca. 45.000 erflogenen Kilometern pro Jahr.

Neue Lizenzinhaber werden von erfahrenen Streckenfliegern im Aeroclub Ansbach langsam an die Streckenfliegerei herangeführt, die die Kniffe und Tricks gerne weitergegeben.

Startaufstellung im Wettbewerb

Der Streckensegelflug wird auch im Rahmen von Wettbewerben angeboten. Ziel ist es, so schnell wie möglich eine bestimmte Strecke abzufliegen. Die Aufgaben werden von der Wettbewerbsleitung je nach Wetterbedingungen ausgeschrieben, dabei sind Flüge mit Strecken über 300 Kilometern und Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 100 km/h keine Seltenheit. Dokumentiert werden die Flüge mit Loggern. Diese Geräte zeichnen Flughöhe und -weg auf. Die Ansbacher Piloten haben in der Vergangenheit national wie auch bei internationalen Wettbewerben große Erfolge erzielen können und damit den Streckensegelflug im Verein stark geprägt. Das zeigt sich auch in der Ausstattung des Flugzeugparks, da mit dem vereinseigenen „Discus 2c“ und dem doppelsitzigen „DuoDiscus“ keine Wünsche offen bleiben.