Taktik bringt Aero-Club Ansbach deutlich nach vorne
Ansbach/Petersdorf - Mit einer cleveren Wetterstrategie hat der Aero-Club Ansbach in der neunten Runde der Segelflug-Bundesliga einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Trotz schwieriger Bedingungen durch drohende Gewitter in vielen Teilen Deutschlands gelang es den Piloten, wertvolle Punkte zu sammeln. Der Verein verbesserte sich um fünf Plätze und erreichte mit Rang neun in der Tageswertung den größten Aufstieg aller teilnehmenden Vereine. In der Gesamtwertung liegt der Aero-Club nun auf Platz 16.
Die Wetterlage stellte die Piloten vor große Herausforderungen. Um das Risiko von Gewittern zu umgehen und gleichzeitig möglichst viele Wertungsflüge zu sichern, entschieden sich die Ansbacher für unterschiedliche Flugrouten. So konnten mehrere Regionen gleichzeitig abgedeckt und die Chancen auf erfolgreiche Flüge erhöht werden.
Besonders erfolgreich war Juniorpilot und Fluglehrer Max Mäx. Er flog in Richtung Bayerischer Wald und entschied sich anschließend gegen die Rückkehr zum Heimatflugplatz. Stattdessen landete er auf dem Flugplatz Burg Feuerstein nördlich von Nürnberg. Durch die Nutzung günstiger Rückenwindbedingungen erzielte er die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit aller Ansbacher Piloten an diesem Wochenende.
Die weiteste Strecke legten Jürgen Schuster und Karin Winkler im Doppelsitzer zurück. Ihr Flug führte sie bis nach Donaueschingen am westlichen Rand der Schwäbischen Alb und wieder zurück nach Ansbach. Insgesamt kamen sie auf 450 Kilometer im reinen Segelflug. Auch Klaus Kamps sammelte auf einer ähnlichen Route wichtige Ligapunkte.
Weitere Wertungsflüge steuerten Vincent Rittner und Christian Götz bei. Sie konzentrierten sich auf das Gebiet östlich von Ansbach bis in den Raum Straubing. Durch die Verteilung der Piloten auf verschiedene Regionen konnte der Verein wetterbedingte Risiken minimieren und seine Erfolgschancen deutlich erhöhen.
„Diese Taktik hat sich ausgezahlt. Wir sind stolz darauf, in der höchsten Liga des Segelflugs mit unserem vergleichsweise kleinen Verein mithalten zu können“, sagte der Zweite Vorsitzende Dr. Ulf Lawrentz nach dem erfolgreichen Wochenende.
Mit insgesamt acht Teams im Einsatz zeigte der Aero-Club Ansbach eine geschlossene Mannschaftsleistung. Der Lohn war nicht nur ein Platz unter den besten zehn Vereinen der Runde, sondern auch der größte Sprung in der Tabelle aller Bundesligateams.