Aero-Club Ansbach hadert mit Wetterentscheidung
Ansbach/Petersdorf – Ein wechselhaftes Rennwochenende brachte den Piloten des Aero-Club Ansbach in der Segelflug-Bundesliga nicht den erhofften Erfolg. Am Ende sprang für die Mannschaft in Runde vier lediglich Platz 18 unter 25 Teams heraus.
Grund dafür war vor allem eine Fehleinschätzung der Wetterlage. Die Vorhersagen hatten für Samstag nur mäßige Bedingungen mit schwachen Aufwinden angekündigt, während der Sonntag deutlich bessere Voraussetzungen bieten sollte. Zudem wurde am Sonntagnachmittag das Herannahen einer Schlechtwetterfront erwartet.
Um rechtzeitig vor dem angekündigten Regen zurückzukehren, planten die Ansbacher Piloten ihre Strecken entsprechend vorsichtig. Zwar gelangen dabei immerhin 400 Kilometer im reinen Segelflug, doch im Nachhinein erwies sich die Entscheidung als zu defensiv: Die Wetterfront blieb aus und kostbare Flugzeit ging verloren.
Andere Vereine gingen mehr Risiko ein und profitierten davon. „Die richtige Wettereinschätzung, ein wenig Risiko und das Quäntchen Glück entscheiden häufig über Erfolg oder Misserfolg. Das ist im Sport oft so“, erklärte Maximilian Gösswein, Leiter der Segelflugabteilung.
Insgesamt gingen neun Teams für den Aero-Club Ansbach an den Start. Besonders erfolgreich waren Christian Götz, Dr. Müller/Wagner im Doppelsitzer sowie Dr. Thomas Kuhn und Klaus Kamps.
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses richtet sich der Blick bereits nach vorne. „Nun gilt es, den Fokus auf die kommenden 13 Runden zu legen und eine intensivere Wetteranalyse zu betreiben“, so Gößwein weiter.
Erfreuliche Nachrichten gibt es aus der Motorflugabteilung des Vereins: Bernd Gschwender aus Herrieden absolvierte erfolgreich seine ersten Soloflüge ohne Fluglehrer. Damit hat der Flugschüler einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Pilotenlizenz geschafft.
Der Aero-Club Ansbach zeigte sich stolz auf die vereinsinterne Ausbildung und wünschte dem angehenden Piloten weiterhin viele erfolgreiche und erlebnisreiche Flüge.