50 Grad im Cockpit – Segelflieger trotzen der Hitzewelle

Petersdorf -  Die Hitzewelle hat am Wochenende nicht nur den Menschen am Boden zu schaffen gemacht. Auch die Piloten des Aero-Club Ansbach mussten beim Bundesliga-Wettbewerb außergewöhnliche Bedingungen meistern. Trotz Außentemperaturen von über 35 Grad gingen insgesamt sieben Teams an den Start, um wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Vor dem Start herrschten in den Segelflugzeugen bei geschlossener Haube Temperaturen von bis zu 50 Grad. Entsprechend groß waren die körperlichen Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten. „Wer nicht die nötige körperliche Fitness mitbringt, kann schnell ohnmächtig werden und die Sicherheit gefährden“, erklärte Vorstandsmitglied Jürgen Kneidl. Deshalb habe der Verein die klare Vorgabe ausgegeben, dass nur fliegt, wer sich körperlich vollständig fit fühlt.

Die Wertungsflüge führten vom Heimatflugplatz Petersdorf über den Thüringer Wald nach Tschechien, ins Erzgebirge sowie in den Bayerischen Wald bis zum Großen Arber und zurück. Dabei legten die Pilotinnen und Piloten im reinen Segelflug Strecken von mehr als 600 Kilometern zurück.

Erfolgreich in die Wertung flogen das Doppelsitzerteam Thomas Schwanitz und Friedrich Wagner sowie Jürgen Schuster und Christian Götz. Mit Rang acht in der Tageswertung verbesserte sich der Aero-Club Ansbach in der Gesamtwertung der Bundesliga auf Platz 14.

Für Freude sorgte außerdem der Nachwuchs. Gleich vier Teams der Jugendabteilung gingen an den Start. Zwar verpassten sie die Bundesliga-Wertung nur knapp, in der Jugendliga erreichten Jan Loskarn und Ronja Schell jedoch einen hervorragenden sechsten Platz und unterstrichen damit das große Potenzial des fliegerischen Nachwuchses.

Auf dem Bild:

von links stehend: Max Mäx, Friedrich Wagner, Jürgen Schuster

von links vorne: Christian Götz, Ronja Schell, Jan Loskarn

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